Therapiegruppe mit Elementen aus der körper- und pferdegestützten Psychotherapie

Körper- und pferdegestützte Psychotherapie

Dies ist eine fortlaufende körperpsychotherapeutische Gruppe. Sie besteht aus 10 TeilnehmerInnen, zumeist 5 Frauen und 5 Männern. Wir treffen uns im Abstand von jeweils ungefair 2 Monaten zu einem Gruppenwochenende, zumeist auf unserem hauseigenen Seminarhaus, einem Pferdehof 40km nördlich von Berlin. Dazwischen gibt es monatlich einen gemeinsamen Abend in unserer Berliner Praxis, Centro Delfino am Lietzensee. Alle TeilnehmerInnen entscheiden sich bei Beginn nach einem entsprechenden Vorgespräch verbindlich für die Teilnahme über mindestens ein halbes Jahr, also für die Teilnahme an mindestens 3 Gruppenwochenenden. Sofern TeilnehmerInnen aufhören ist es also möglich halbjährlich in die fortlaufende Gruppe einzusteigen.

In der Gruppe werden die biografischen Ursachen von Beziehungskonflikten oder psychischen Problemen wie Depressionen, Ängsten, psychosomatischen Beschwerden und Persönlichkeitsproblemen nicht nur mit Hilfe der Sprache, sondern auch non-verbal, mit Hilfe des Körpers und der Spiegelung durch unsere Pferde aufgedeckt und bearbeitet. Haltung, Mimik, Gestik, Stimme, Atmung und Bewegung – also unsere Körpersprache drückt die affektive und emotionale Befindlichkeit häufig direkter und unmittelbarer aus. Dieses nutzen wir in der psychotherapeutischen Arbeit miteinander und nutzen es auch in der Spiegelung unserer Körpersprache durch unsere Therapiepferde, welche uns unsere wahre innere Befindlichkeit durch ihre unmittelbaren Reaktionen auf unser Kontaktangebot anzeigen und uns damit helfen uns selbst besser zu verstehen.

Das Vorgehen: Körperempfindung wird Gefühl

Wir nehmen Körperemfindungen  in Form von vielfältigen körperorientierten Übungen und Interventionen auf, um die Wahrnehmung der Körperempfindungen zu intensivieren und sie als Signale für die Gefühle zu verstehen. Durch Interventionen zur Atmung, Erdung, Zentrierung, Stabilisierung, Körperhaltung und Interaktion, durch Massagen, Wahrnehmungsübungen, Ausdrucks- und Bewegungsarbeit entsteht ein Feld für direkte, spürbare, ganzheitliche und lebendige Erfahrungen im Umgang mit sich selbst und den anderen. Aus dem Körpergedächtnis und der Kommunikation mit den Pferden ins Bewusstsein drängende Prozesse, insbesondere frühkindlicher Prägung, vertiefen die Selbsterfahrung und das Verständnis für die eigenen Prozesse und die Prozesse der Anderen.

Im Gruppensetting entwickeln körperorientierte Übungen durch Wechselwirkungsprozesse, Resonanz und positive „Ansteckung“ eine intensive und tiefergehende Wirkung. Durch das Feedback von Therapeuten und der GruppenteilnehmerInnen wird der Einzelne dabei vielfältig gespiegelt, konfrontiert und vor allem unterstützt. Dabei haben sogenannte  Störungen bei uns immer Vorrang in der Bearbeitung.

Prägende, biografische Schlüsselszenen aus der Ursprungsfamilie werden z.B. mit körperorientierten Rollenspielen reinszeniert, dabei können die damals verdrängten Gefühle ausgedrückt und neue, korrektive Erfahrungen erlebt werden. Gerade für Menschen mit Beziehungsverletzungen ist es ein heilsames Erlebnis, Vertrauen, Wärme, Zugehörigkeit, Sicherheit, Solidarität und Akzeptanz  in einer Gemeinschaft zu erleben. So ist es leichter möglich, zu lernen, sich und andere zu konfrontieren, Konflikte zu bewältigen und Ängste abzubauen. Die Förderung von Ressourcen, Achtsamkeit, Containment und Selbstregulation nehmen dabei einen ganz wesentlichen Raum ein.

Verbundenheit mit seinen Gefühlen schafft neues Bewusstsein

Die verbale Integration des Erlebten dieser psychischen und körperlichen Prozesse geschieht verhaltenstherapeutisch und humanistisch fundiert. Hierbei spielt die Arbeit im Hier-und-Jetzt eine besondere Rolle. Dabei hilft auch immer wieder das Sein in unserer Pferdeherde und der Spiegelung durch diese Tiere. Sowohl die Gruppe wie auch die Pferdeherde - die die Menschengruppe zunehmend in ihre Herde aufnimmt,  bietet einen experimentellen Raum für neue, soziale Lernerfahrungen. Im Gruppenprozess kann  nun sowohl der Einzelne mit seinen Konflikten, seinen Zielen, als auch das Gruppenthema im Zentrum der therapeutischen Arbeit stehen. So arbeiten wir gemeinsam an unseren jeweiligen spezifischen Themen, unserer Persönlichkeitsentwicklung und unterstützen uns in unserem ganzheitlichen Werden.

Rahmen der Gruppe

Die Gruppe findet alle zwei Monate im Seminarhaus Oranienhof, Rehmater Weg 1a, 16515 Oranienburg statt. Die nächsten Termine sind:

  • 13.-15.03.2020Oranienhof
  • 08.-10.05.2020
  • 17.-19.07.2020
  • 09.-11.10.2020
  • 04.-06.12.2020

Ein Einstieg ist zu März und Juli möglich.

Sie besteht aus 8 oder 10 TeilnehmerInnen (hälftig Männer und Frauen). Die Kosten betragen pro Wochenende 450,-Euro inklusive 2 Übernachtungen und Vollverpflegung.

Zudem trifft sich die Gruppe fortlaufend an jedem 3. Donnerstag im Monat jeweils 19-21.45 Uhr in den Räumen des Centro Delfino, Praxisgemeinschaft Lietzensee, Dernburgstr. 59, 14057 Berlin. Die Kosten pro Abend betragen 35,-Euro.

Die Gesamtkosten der Gruppe betragen also halbjährlich 1490,-Euro. Die Gruppe wird angeleitet durch den Psychologischen Psychotherapeuten Stefan Ide – Verhaltenstherapeut, Körperpsychotherapeut und Therapeut für Pferdegestützte Psychotherapie mit Unterstützung von Johanna Scherf, Dipl.-Psychologin.

Diese werden unterstützt von den 5 Therapiepferden Bonita, Tivioki, Johnny, Okie San und Juni (2 Quater- und 2 Painted Horses, sowie einem deutschen Reitpony und ihrer erweiterten gemeinsamen Herde).

Diese Seminarreihe ist nicht in unserem Online-Shop buchbar.